Sicherheitsexperten haben im Adobe Reader eine neue, schwerwiegende Lücke entdeckt. Die Schwachstelle erlaubt es Kriminellen, sich über manipulierte PDF-Dateien Zugang zu den Computern ihrer Opfer zu verschaffen. Adobe hat die Lücke inzwischen bestätigt und arbeitet an einem Patch. Bis der entwickelt ist können sich Nutzer nur schützen, indem sie auf das Öffnen von PDF-Dateien aus unbekannter Quelle verzichten – oder sich einen alternativen Reader zulegen.
Die Lücke steckt in der Art, wie der Adobe Reader die Web-Programmiersprache JavaScript interpretiert. Wird sie ausgenutzt, verschafft sie dem Angreifer Zugang zu dem attackierten Computer mit den Rechten des Benutzers, der die infizierte PDF-Datei öffnet. Dann kann der Angreifer beliebigen Schadcode nachladen, private Informationen ausspionieren oder den Computer heimlich in ein Botnetz eingliedern.
Adobe nennt keinen Termin für einen Patch
Bei der Schwachstelle handelt es sich um die zweite kritische Lücke im Adobe Reader innerhalb von zwei Monaten. Gerade erst hatte Adobe eine ganz ähnliche Schwachstelle aus dem Februar geflickt. Entsprechend schmallippig reagierte der Konzern auf die Veröffentlichung des Angriffsweges auf der Webseite der Sicherheits-Community SecurityFocus. Dort tauschen sich Experten über aktuelle Sicherheitsprobleme aus. Adobe gab keinen Veröffentlichungstermin für einen möglichen Patch bekannt.
So schützen Sie sich
Ein erster Schritt zum Schutz vor einem Angriff ist der Umstieg auf eine der zahlreichen Freeware-Alternativen zum Adobe Reader. Diese Programme sind von der Lücke nicht betroffen. Außerdem ist zur Sicherheit die Installation eines aktuellen Anti-Viren-Programms oder eine Auffrischung der Viren-Informationen schon installierter Sicherheits-Software sinnvoll. Abgesehen davon sollten Nutzer aber auf ihren gesunden Menschenverstand vertrauen. Öffnen Sie keine Dateien im Anhang von E-Mails, deren Absender sie nicht kennen. Löschen Sie solche E-Mails ungelesen.
Quelle: t-online.de
Was die Häcker sich nicht immer alles einfallen lassen, die müssen schon langeweile haben!




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